porticus occidentalis

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porticus occidentalisDie Westhalle des Peristyls

Die westliche Portikus des Innenhofs ist noch deutlich zu erkennen als länglicher Raum an der dem Meer zugewandten Seite des Gipfelplateaus. Allerdings sind diese Grundmauern etwas erklärungsbedürftig: Denn vieles von dem, was die Fläche heute auszeichnet, war früher nicht zu sehen, während man sich andere Strukturen, die heute nicht mehr da sind, dazudenken muss.

So war zum Beispiel die östliche, das heißt innere, dem Hof zugewandte Mauer ursprünglich gar nicht zu sehen. Ihr oberer Abschluss dürfte eine Lage aus Marmorplatten gewesen sein, über denen sich die Säulen der Westhalle erhoben. Die westliche, also dem Meer zugewandte Mauer hingegen stellte die Rückwand der Halle dar, hinter der die Räumlichkeiten des Westflügels, aber auch der Korridor mit dem Treppenabgang zur Meerterrasse lagen. Heute bricht das Gemäuer an dieser Stelle steil zu den Uferfelsen hin ab und ich kann Sie nur bitten hier äußerst vorsichtig zu sein.

Während die Halle an der Nordseite immer noch im rechten Winkel in die Nordhalle übergeht, scheint sie an ihrer Südseite mit der Abbruchkante des Innenhofes zu enden. Aber das ist ein Trugschluss, den man eigentlich nur aus der Vogelperspektive erkennen kann. Denn ursprünglich befand sich über diesen Kellerräumen die Südhalle, hinter deren Rückwand die Räume des Südflügels lagen. All diese Raumstrukturen liegen heute zwischen Macchia-Gestrüpp und spitzen Felsen in den Ruinen unterhalb des Gipfelplateaus.

Noch heute in der Westhalle gut zu erkennen ist der glatt zementierte Boden, unter dem die großen Kellergewölbe des westlichen Villenbereichs liegen. Auf der glatten Oberfläche des opus caementitium befand sich einst eine Kalk- und Mörtelschicht. In diese Schicht waren die Steine eines Fußbodenmosaiks eingelassen, das sich in allen vier Hallen einmal rings um den Innenhof zog.